Jana - eine Therapie daheim
Jana kam am 15. September 2002 zur Welt und hat sich normal entwickelt. Mit 14 Monaten begann Jana mit dem Gehen. Dabei fiel uns auf, dass sie ein Bein immer etwas nachzog. Zu Beginn hatte uns das nicht beunruhigt. Als dies aber nach mehreren Wochen immer noch gleich war, haben wir den Kinderarzt konsultiert. Alles wurde untersucht – zunächst ohne Ergebnis. Erst die neurologische Untersuchung am Kinderspital Zürich liess den Grund erkennen, Jana hatte einen HirntumorHirntumor. Als Hirntumoren werden Tumoren des Gewebes des zentralen Nervensystems bezeichnet.. Am 25. Mai 2004 wurde bei Jana ein MRIMRI. Die Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. (bildgebendes Verfahren) durchgeführt, um die Diagnose zu bestätigen. Dann folgte die erste Besprechung mit dem Onkologen, Professor Dr. Grotzer, und Professor Dr. Boltshauser von der NeurologieNeurologie. Die Neurologie ist die Lehre von den Erkrankungen des Nervensystems.. Das Ergebnis war eindeutig. Jana hat einen TumorTumor. Ein Tumor – Geschwulst, Schwellung, im weiteren Sinn ist jede Zunahme eines Gewebsvolumens unabhängig von der Ursache. am Stammhirn der sich bis hinunter in den Rückenmarkkanal erstreckt. Wir waren geschockt und zutiefst traurig. Auf die Frage nach den Aussichten war die Antwort: „Wir wissen es nicht“.
Nun wurden das weitere Vorgehen festgelegt und Termine vereinbart. Die erste Gehirnoperation diente der BiopsieBiopsie. Die Biopsie ist ein Fachbegriff aus der Medizin für die Entnahme und Untersuchung von Material (meist Gewebe) bei einem Patienten., um den Tumortypus zu bestimmen. Gleichzeitig wurde am obersten Wirbelkörper der äussere Wirbelbogen entfernt und der Durchgang vom Schädel zur Wirbelsäule erweitert. Dies war notwendig, um Platz für den Tumor zu schaffen und Schädigungen der Nerven durch Druck zu verhindern. Die Operation war erfolgreich und verlief ohne Komplikationen.
Nach der Bestimmung des Tumortypus (Hirnstamm Gliom 2. - 3. Grades) wurde die TherapieTherapie. Die Therapie bezeichnet in der Medizin die Massnahmen zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen. bestimmt und Jana bekam einen Port eingesetzt. Dies ist ein Zugang in die Herzvene zur Verabreichung der ChemotherapieChemotherapie. Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie die Krebszellen zerstören soll.. Der Port wird unter die Haut eingepflanzt und kann durch die Haut angestochen werden. Nach drei Wochen Spitalaufenthalt durfte Jana wieder nach Hause.
Die erste ChemotherapieChemotherapie. Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie die Krebszellen zerstören soll. wurde nach einem international festgelegten Behandlungsschema durchgeführt und die Resultate in einem Forschungsprogramm ausgewertet. Der erste Block der Chemotherapie erfolgte Anfang Juli 2004 - während 10 Wochen jeweils einmal pro Woche. Die Therapie Therapie. Die Therapie bezeichnet in der Medizin die Massnahmen zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen.erfolgte ambulant, die ersten zwei Wochen mit Vincirstin, das jeweils auf der Onkopoli injiziert wurde. In jeder dritten Woche folgte die Kombination mit Carboplatin. Dies erforderte einen Aufenthalt von einem halben Tag in der Tagesklinik. Hinzu kamen Blutuntersuchungen und Untersuchungen durch einen Arzt.
Alle drei Monate wurde mittels MRIMRI. Die Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. der Behandlungserfolg überprüft, was jedes Mal eine SedierungSedierung. Der Begriff Sedierung (seltener auch Sedation, v. lateinisch sedare, „beruhigen“ eigentlich „sinken lassen“ ) wird vor allem in der Medizin verwendet. Er bezeichnet die Dämpfung von Funktionen des zentralen Nervensystems durch ein Beruhigungsmittel (Sedativum); gleichzeitig kann ein Schmerzmittel (Analgetikum) verabreicht werden. notwendig machte. Auch dies erfolgte jeweils über den eigens angebrachten Port. Danach folgte der 2. Block mit drei Wochen ChemotherapieChemotherapie. Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie die Krebszellen zerstören soll. und sechs Wochen Pause. Im Block 3 trat zum Schluss eine Allergie auf Carboplatin auf, die vorgängig mit einem Antihistamin und mit Kortison behandelt wurde. Nach 82 Wochen war die TherapieTherapie. Die Therapie bezeichnet in der Medizin die Massnahmen zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen. abgeschlossen. Jana hatte zwischenzeitlich fast alle Haare verloren und trug die restlichen ganz kurz.
Im März 2006 folgte der Apero zum Abschluss der TherapieTherapie. Die Therapie bezeichnet in der Medizin die Massnahmen zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen.. Der Tumor war dank der Therapie massiv kleiner geworden und Jana hat sich trotz allem sehr gut entwickelt. Von diesem Zeitpunkt an wurde Jana alle drei Monate mittels MRIMRI. Die Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. kontrolliert.
Im November 2006 zeigte der TumorTumor. Ein Tumor – Geschwulst, Schwellung, im weiteren Sinn ist jede Zunahme eines Gewebsvolumens unabhängig von der Ursache. wieder Wachstum. Es wurde entschieden, drei Monate abzuwarten und die Entwicklung zu beobachten. Im Januar 2007 war klar, dass eine Behandlung notwendig ist. Wir hatten vier Alternativen zur Verfügung: 1. Die gleiche ChemotherapieChemotherapie. Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie die Krebszellen zerstören soll. zu wiederholen, 2. Eine neue Chemotherapie beginnen, 3. Zu operieren oder/und 4. Bestrahlen. Nach längeren Abklärungen und Einholen von Drittmeinungen haben wir uns für eine neue ChemotherapieChemotherapie. Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie die Krebszellen zerstören soll. entschieden.
Im März 2007 begann diese: Fünf Tage ChemotherapieChemotherapie. Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie die Krebszellen zerstören soll. und 23 Tage Pause war das Behandlungsschema. Die ChemotherapieChemotherapie. Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie die Krebszellen zerstören soll. konnten wir zu Hause durchführen. Wir haben den Inhalt der Temodal Kapseln in Wasser aufgelöst und über eine Sonde durch die Nase in den Magen verabreicht. Die Kapseln konnte Jana nicht direkt einnehmen, da diese viel zu gross waren. Nach dem 4. Zyklus hat Jana die Magensonde abgelehnt. Sie hat nichts mehr getrunken und sich sogar schlechte Blutwerte gewünscht, was dann auch eingetreten ist.
Professor Dr. Grotzer, Janas Onkologe, hat dann vorgeschlagen, einen Button einzusetzen. Dies ist ein direkter Zugang durch die Bauchdecke in den Magen, wie er auch für die künstliche Ernährung bei Intensivtherapien angewendet wird. Im Juli 2007 wurde dieser eingesetzt. Jana musste eine Nacht im Spital bleiben.
Danach ging die Therapie bis März 2009 weiter. Beim MRIMRI. Die Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. im April 2009 wurde wieder ein Wachstum des Tumors festgestellt. Die Behandlung mit Temodal wurde umgestellt und intensiviert. Seitdem erhält Jana während 35 Tagen täglich einmal Temodal und dann folgen sieben Tage Pause. Auch hier erfolgt alle drei Monate wie schon seit Beginn der Diagnose eine MRIMRI. Die Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. Untersuchung. Bis jetzt läuft alles sehr gut, der TumorTumor. Ein Tumor – Geschwulst, Schwellung, im weiteren Sinn ist jede Zunahme eines Gewebsvolumens unabhängig von der Ursache. ist stabil.
Dank der modernen Hilfsmittel (Port, Button) und der neuen Medikamente können wir alles zu Hause machen und müssen nur für regelmässige Kontrollen und Blutuntersuchungen alle zwei Wochen zum Kinderarzt und alle sechs Wochen ins Kinderspital. Alle sechs Monate wird Jana neurologisch untersucht. Seit Beginn der Therapie hat Jana einmal pro Woche PhysiotherapiePhysiotherapie. Physiotherapie ist eine Form der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln; im Zentrum steht das an die Fähigkeiten des Patienten angepasste Vermitteln (Lehren) des richtigen Bewegungsverhaltens. und seit Sommer 2009 geht sie ins Ballet. Jana konnte ganz normal die Krabbelgruppe und den Kindergarten besuchen. Jetzt ist sie in der 1. Klasse, wo sie gut mitkommt. Sie geniesst ihre Freizeit mit Fahrrad fahren, Skilaufen, Schwimmen und dem Spiel mit Freundinnen und Klassenkameraden. Sie und wir als Familie haben eine sehr gute Lebensqualität.
Seit dem Behandlungsbeginn nimmt Jana an einem Langzeit- Forschungsprogramm zur Untersuchung möglicher Nebenwirkungen des Ports teil.
Nur dank der besonderen Forschung für Kinder mit KrebsKrebs. Krebs, Krebsgeschwulst, syn. Malignom bezeichnet in der Medizin einen malignen (bösartigen) Tumor – eine bösartige Gewebeneubildung (Neoplasie). waren diese grossartigen Erfolge für Jana möglich. Wir hoffen, dass mit weiterer Forschung noch bessere Methoden und Medikamente entwickelt werden können.
Monika u. Patric Gschwend, 9. März 2010







